Wie fängt man nach fünf Monaten (Zwangs-)Pause wieder an zu bloggen? Am besten mit einem Stimmungsbild.
Freitag, 24. Mai 2019
Freitag, 4. Januar 2019
Ադանա
So. Der Titel dieses Posts gibt uns allen die schöne Gelegenheit, das armenische Alphabet zu lernen. Würde ich ja auch wirklich gerne machen, denn das armenische Alphabet ist nicht nur richtig alt (Erfindung durch den heiligen Mesrop, 407 n. Chr, also viel älter als das kyrillische Alphabet, 10. Jahrhundert), ich finde, es ist auch richtig schön. Der Titel enthält nur drei Buchstaben der insgesamt 37 armenischen Buchstaben: A (a), d und n. Heißt also (Überraschung): Adana.
Quellen:
Elisabeth Bauer, Armenien: Geschichte und Gegenwart, Luzern 1977.
Mit diesen Kenntnissen kann man noch nicht mal die Transkription des Namens von Armeniens Fußballer der Jahre 2011-2014 überprüfen: Հենրիխ Մխիթարյան.
Aber warum schreibe ich jetzt über das Armenische, Armenier und Armenien, wo doch die letzten Blogeinträge (endlich einmal) in eine gewisse Richtung zu gehen schienen? Und ja: es geht immer noch um die selbe Gegend. Aber nach Hethitern und Luwiern, Griechen und Römern waren es noch immer nicht die Türken, die Kilikien besiedelten, sondern die Armenier.
Die wohnten nämlich nicht schon immer in der Gegend des heutigen Landes im Süden des Kaukasus. Von Zeit zu Zeit wird bei uns ja der Völkermord an den Armeniern Anfang des 20. Jahrhunderts thematisiert. Von daher weiß man schon, dass es Armenier im Osmanischen Reich gab. Aber man stellt sie sich doch eher als vereinzelt lebende Grüppchen. Wo sie her kamen und wann, überlegt man sich kaum.
Tatsächlich existierte in Kilikien über drei Jahrhunderte ein armenisches Königreich, genannt Kleinarmenien. Die Gegend war zunächst ein von Byzanz an einen armenischen Fürsten vergebenes Lehen. Zum Reich wurde es erst als Folge aus der Schwäche des Byzantinischen Reiches: einerseits, weil dadurch die Seldschuken armenische Siedlungsgebiete weiter nördlich erobern konnten, andererseits, weil die Byzantiner sie nicht wirkungsvoll an der Reichsgründung hindern konnten. Das kleinarmenische Reich war eines der wenigen eigenständigen armenischen Reiche überhaupt in der Geschichte.
Die Herkunft der Armenier ist nicht zweifelsfrei geklärt; soweit die Quellen reichen lebten Armenier oder wahrscheinliche Vorfahren in Ostanatolien, v.a. in der Region um den Van-See.
Das bedeutendste Denkmal der armenischen Präsenz in Kilikien ist die Burg Anavarza, auf Armenisch Anazarbos. Ich hoffe sehr, dass ich es dorthin schaffen werde, und überlege schon die ganze Zeit, ob es sich lohnt, für diesen Ausflug die Wanderstiefel einzupacken!
| Anavarza Kalesi - Urheber: Mustafa Tor (2007) |
Quellen:
Elisabeth Bauer, Armenien: Geschichte und Gegenwart, Luzern 1977.
Montag, 31. Dezember 2018
Dinner for four
Silvester, Abendessen:
Ich versuche, mit meiner Frau ein Gespräch zu führen. Sohn 1 fällt mir ungeniert ins Wort. Ich weise Sohn 1 zurecht: "Ich spreche gerade noch mit der Mama." Sohn 2 hat Teile seines Nachtisches auf den Boden geworfen. Ich spreche weiter zu meiner Frau, doch meine Frau ist unter dem Tisch verschwunden. Ich wende mich Sohn 1 zu, frage ihn, was er mir sagen wollte. "Also, ähm, Findus ist in ein Eisloch gefallen, wir müssen den Lego-Hubschrauber wieder aufbauen, ich weiß nicht." Ich wende mich Sohn 2 zu, er sitzt mittlerweile auf dem Boden zwischen all dem Lego, Playmobil, Duplo, Kinderbüchern und Puzzles und sagt immerzu "alle Lieder". Ich sage: "Du meinst 'alle Jahre wieder'?" und singe "Alle Jahre wieder kommt das Christuskind." "Nein, alle Lieder." Sohn 1: "Papa, er meint 'alle Lieder'." "???"
Meine erste Gesprächspartnerin verschwindet, mein zweiter Gesprächspartner weiß nicht mehr, was er sagen sollte, und ich weiß nicht, was mein dritter Gesprächspartner sagen wollte.
Same procedure...
Frohes Neues!
Ich versuche, mit meiner Frau ein Gespräch zu führen. Sohn 1 fällt mir ungeniert ins Wort. Ich weise Sohn 1 zurecht: "Ich spreche gerade noch mit der Mama." Sohn 2 hat Teile seines Nachtisches auf den Boden geworfen. Ich spreche weiter zu meiner Frau, doch meine Frau ist unter dem Tisch verschwunden. Ich wende mich Sohn 1 zu, frage ihn, was er mir sagen wollte. "Also, ähm, Findus ist in ein Eisloch gefallen, wir müssen den Lego-Hubschrauber wieder aufbauen, ich weiß nicht." Ich wende mich Sohn 2 zu, er sitzt mittlerweile auf dem Boden zwischen all dem Lego, Playmobil, Duplo, Kinderbüchern und Puzzles und sagt immerzu "alle Lieder". Ich sage: "Du meinst 'alle Jahre wieder'?" und singe "Alle Jahre wieder kommt das Christuskind." "Nein, alle Lieder." Sohn 1: "Papa, er meint 'alle Lieder'." "???"
Meine erste Gesprächspartnerin verschwindet, mein zweiter Gesprächspartner weiß nicht mehr, was er sagen sollte, und ich weiß nicht, was mein dritter Gesprächspartner sagen wollte.
Same procedure...
Frohes Neues!
Sonntag, 14. Oktober 2018
Freitag, 5. Oktober 2018
Bye, bye Junimond
Da steht's, schwarz auf weiß: Exmatrikulation! Nach 33 + 1 Semestern, fast mein halbes Leben war ich Teil der Tübinger Uni. Da erhält die Bezeichung "Alma mater" einen ganz neuen Sinn.
Ein Jahr nach meinem Wehmutsblogbeitrag nun wieder ein nostalgischer Rückblick...
33 Semester - wenn das Peter Frankenberg wüsste! Aber den Wissenschaftsminister, der in Baden-Württemberg die Langzeitstudiengebühr einführte, kennt heute keiner mehr. Dafür sind Studiengebühren für das Zweitstudium fast unbemerkt zusammen mit den Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer beschlossen worden. Zum Glück galt für mich schon Bestandsschutz.
Obwohl eingefleischter Neuphilologe habe ich am Ende doch noch vier verschiedene Fakultäten erlebt, an sechs unterschiedlichen Fachbereichen.
Über die Jahre sind 23 Hausarbeiten zusammengekommen (sieben in Germanistik, vier in Italienisch, drei in Portugiesisch, drei in Theologie, vier in Fachdidaktik, eine in Pädagogik, eine in EPG),
10 mündliche Prüfungen (eine Verteidigung, vier mündliche Magisterprüfungen, zwei mündliche Staatsexamensprüfungen, drei Vorlesungsprüfungen),
37 Referate (zehn in Germanistik, neun in Italienisch, sechs in Portugiesisch, drei in Theologie, eines in Skandinavistik, zwei in Türkisch, zwei in Französisch, vier in Fachdidaktik) und ungezählte Klausuren...
Erstmals seit April 2002 kann ich jetzt nicht mehr ohne nachzudenken in den Bus hüpfen - das erspart mir und der SWT allerdings auch manchen larmoyanten Leserbrief.
In der Mensa bekomme ich das Essen ab November nur noch zum Gästepreis, und ich fürchte, die Kinderkarte ist damit auch passé.
Die studentische Mailadresse haben sie noch nicht abgeschaltet. Vielleicht sollte ich den letzten Malen ein erstes hinzufügen und beim fMRT Experiment zum Bruchrechnen mitmachen: Vergütung 25 €, das sind vier Essen in der Mensa zum Gästepreis.
Liebe Uni Tübingen: Schön war's.
Gratiam habeo, alma mater!
Ein Jahr nach meinem Wehmutsblogbeitrag nun wieder ein nostalgischer Rückblick...
33 Semester - wenn das Peter Frankenberg wüsste! Aber den Wissenschaftsminister, der in Baden-Württemberg die Langzeitstudiengebühr einführte, kennt heute keiner mehr. Dafür sind Studiengebühren für das Zweitstudium fast unbemerkt zusammen mit den Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer beschlossen worden. Zum Glück galt für mich schon Bestandsschutz.
Obwohl eingefleischter Neuphilologe habe ich am Ende doch noch vier verschiedene Fakultäten erlebt, an sechs unterschiedlichen Fachbereichen.
Über die Jahre sind 23 Hausarbeiten zusammengekommen (sieben in Germanistik, vier in Italienisch, drei in Portugiesisch, drei in Theologie, vier in Fachdidaktik, eine in Pädagogik, eine in EPG),
10 mündliche Prüfungen (eine Verteidigung, vier mündliche Magisterprüfungen, zwei mündliche Staatsexamensprüfungen, drei Vorlesungsprüfungen),
37 Referate (zehn in Germanistik, neun in Italienisch, sechs in Portugiesisch, drei in Theologie, eines in Skandinavistik, zwei in Türkisch, zwei in Französisch, vier in Fachdidaktik) und ungezählte Klausuren...
Erstmals seit April 2002 kann ich jetzt nicht mehr ohne nachzudenken in den Bus hüpfen - das erspart mir und der SWT allerdings auch manchen larmoyanten Leserbrief.
In der Mensa bekomme ich das Essen ab November nur noch zum Gästepreis, und ich fürchte, die Kinderkarte ist damit auch passé.
Die studentische Mailadresse haben sie noch nicht abgeschaltet. Vielleicht sollte ich den letzten Malen ein erstes hinzufügen und beim fMRT Experiment zum Bruchrechnen mitmachen: Vergütung 25 €, das sind vier Essen in der Mensa zum Gästepreis.
Liebe Uni Tübingen: Schön war's.
Gratiam habeo, alma mater!
Sonntag, 2. September 2018
Schottland: 14 Tage - 14 Fotos
| Oban, Hafen |
| Inveraray Castle |
| bei Oban, Blick auf den Loch Creran |
| Blick von Kilchurn Castle auf den Loch Awe |
| Fort William |
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| Insel Kerrera, vor Oban |
| Doune Castle |
![]() |
| Lake of Menteith |
![]() |
| Falkirk, Schiffshebewerk "Falkirk Wheel" |
| Falkirk, Park "The Helix" |
| Inchmahome Priory im Lake of Menteith |
| Stirling Castle |
| Dampfschiff Sir Walter Scott im Loch Katrine |
| Balloch, Loch Lomond, Raddampfer "Maid of the Loch" |
Freitag, 25. Mai 2018
Glückliche Reise!
Als bekennender Fan von Kopfbahnhöfen und Vater eines kleinen Eisenbahnfans habe ich bei meinem letzten Valencia-Aufenthalt dem (ehemaligen) Hauptbahnhof einen Besuch abgestattet. Es handelt sich um einen meines Erachtens sehr schönen Bahnhof, der 1917 fertiggestellt wurde. Leider ist der als Estació del Nord bekannte Bahnhof nur noch theoretisch der Hauptbahnhof der Stadt, da der spanische Schnellzug AVE (Tren de alta velocidad), der die großen spanischen Städte miteinander verbindet, auf der europäischen Spurweite fährt und daher von einem eigenen Bahnhof aus verkehrt. Die üblichen Gleise in Spanien und Portugal haben eine breitere Spurweite als im restlichen Festlandeuropa: 1668 mm gegenüber 1435 mm (mehr Infos hier). Der Schnellzugbahnhof trägt den griffigen Namen Valencia Joaquin Sorolla und sieht in etwa so aus wie das einst in Tübingen geplante Bahnbetriebswerk. So weit ich das beurteilen kann, fahren von der Estació del Nord heute nur noch Regionalzüge.
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| Besonders schön sind die in der Schalterhalle angebrachten guten Wünsche in verschiedenen Sprachen. |
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| Zwei der holzverkleideten Ticketschalter waren trotz der zahlreich aufgestellten Fahrscheinautomaten geöffnet. |
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| Überall fallen die speziellen Uhren auf. Im Nebenraum sind valencianische Szenen mit bemalten Kacheln gestaltet. |
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| Ein Zug fährt ein. Neben den Gleisen: Häuser der selben Bauzeit. |
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